Foto: Weltvogelpark Walsrode

Einblicke in eine faszinierende Welt

24. Mai 2020

Rund 40.000 Honigsammler sind in das neue Bienenhaus im Weltvogelpark Walsrode eingezogen

Mit einem neuen Ausstellungsbereich macht der Weltvogelpark ganzjährig auf die besondere Schutzbedürftigkeit der Bienen aufmerksam. Denn weltweit geht die Bienenpopulation immer weiter zurück – mit fatalen Folgen für Umwelt und Landwirtschaft. Dabei lernen die Besucher im Weltvogelpark nicht nur viel über die Wichtigkeit der Bienen im gesamten Ökosystem, sondern auch, wie sie selbst dazu beitragen können, eine für Bienen lebenswerte Umwelt zu gestalten.
Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten ist der Weltvogelpark nicht nur der größte Vogelpark der Welt, sondern auch ein Ort, an dem immer wieder biologische Zusammenhänge erklärt werden. Und das beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Vögel.
So zog bereits im April das neue Bienenhaus in den Park und bietet unter anderem direkte Blicke in einen Bienenstock. Rund 40.000 Bienen leben jetzt direkt im Bienenhaus, 80.000 Bienen in unmittelbarer Umgebung. Wie entsteht Honig? Warum gibt es so viele verschiedene Bienenarten? Was kann ich in meinem Garten pflanzen, damit sich Bienen und natürlich auch Vögel dort wohlfühlen? Interaktionstafeln beantworten diese und andere Fragen und animieren zu einem bewussteren Umgang mit der Natur vor der eigenen Haustür.
Für die Bienen selbst sind die jetzigen blütenreichen Wochen die wichtigste Zeit, um die Grundstoffe für den Honig zu sammeln. Dabei kommt es auch auf das Wetter und die Temperatur an. Ist es den Bienen zu kalt, verlassen sie gar nicht erst die Sicherheit des Bienenstockes, um Pollen zu ernten. Auch starker Ostwind kann den Ertrag verringern. Durch den Wind trocknet der Nektar der Blüten aus und die Bienen können keine Pollen und Nektar aufnehmen. Und davon benötigen sie eine Menge: Für ein Kilogramm Honig brauchen die Bienen drei Liter Pollen und Nektar. Wenn man die Körpergröße der Bienen bedenkt, ist das eine beeindruckende Leistung.
„Das Bienenhaus geht auf eine Initiative unseres Tierpflegers Harald Zinke zurück, der sich bereits in seiner Freizeit leidenschaftlich für Bienen eingesetzt hat und seit Jahren Hobbyimker ist. Und die Idee eines eigenen Bienenhauses, in dem wir auf diese bedrohte Spezies aufmerksam machen, hat uns sofort begeistert. Bereits im April sind drei neue Bienenvölker eingezogen und wir sind sehr froh, dass diese unseren Bienenstock und die Umgebung auch angenommen haben“, verrät Javier Gimeno, Biologe und Geschäftsführer des Weltvogelparks.

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