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Durch den eBoxer auf aktuellem Niveau

23. August 2020

Durch den eBoxer auf aktuellem Niveau Thomas Riese
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.2


Der Subaru XV 2.0ie hat es mit der Kombination aus ursprünglichem Boxer und Mild-Hybrid-Elektrosystem in die Effizienzklasse B geschafft

Manche Hersteller haben es schwer, sich mit ihrer Philosophie den Richtlinien der Mode oder des Zeitgeistes zu unterwerfen. Das gilt für Subaru besonders deshalb, weil sämtliche Modelle des japanischen Konzerns mit Allradantrieb und Boxermotoren agieren. Sie haben dadurch praktische Vorteile, die aber in der Vergangenheit nicht immer mit den Verbrauchs- und Abgasvorstellungen einzelner Abnehmer auf einen Nenner zu bringen waren. Jetzt haben die Ingenieure von Subaru nachgelegt und die Modelle so konzipiert, dass ihnen keine Argumente mehr im Weg stehen, die auf Verbrauchsintensität oder zu viele Emissionen hindeuten. Alle Subarus haben jetzt ein Herz aus einer Kombination aus dem ursprünglichen Boxer und einem Mild-Hybrid-Elektrosystem. Dafür ist der Turbolader aus dem Motorraum verschwunden.
Der XV als eines der beliebtesten Modelle von Su-baru ist durch diese aktuelle Antriebsvariante genügsamer geworden und wurde mit der Effizienzklasse B belohnt. Die Batterien sind gekühlt unter den Hecksitzen und dem Ladeboden platziert worden. Sie können die Rekuperationsenergie für 40 Kilometer speichern, die beim Entschleunigen und Bremsen anfällt. Somit wird eine Systemleistung von 150 PS erreicht. Alle Bauteile sind so angeordnet, dass der XV seine hervorragenden Laufeigenschaften nicht durch die Eingriffe verliert. Sie ergeben sich weitgehend aus dem tiefen Schwerpunkt, der durch den Boxermotor entsteht. Zudem ist die Bodenfreiheit von 22 Zentimetern für sehr viele Subaru-Fahrer ein Kaufargument. Schließlich hat Subaru seine Modellpalette auf die unterschiedlichsten Aufgaben zugeschnitten, die gemeistert werden sollen, wenn das Fahrzeug auch abseits perfekt asphaltierter Straßen seine Dienste leisten soll. Der Allradantrieb ist überdies in Regionen mit erhöhter Schnee- und Glatteisgefahr ein willkommener Sicherheitsaspekt.
Im Testbetrieb konnte der XV 2.0ie seinen Verbrauch bei 7,2 Litern einpendeln, wobei ein Schaltgetriebe sicherlich noch weniger zulassen würde. Die CVT-Automatik mit der Angewohnheit, das Drehzahlspektrum als willkommenes Spielfeld abzugrasen, lässt doch recht viel Leistung verpuffen. Leider liegt auch das maximale Drehmoment von 194 Newtonmetern bei beachtlichen 4.000 Umdrehungen. Somit ist der Motor gut beschäftigt. Er lässt die Insassen auch nur selten von seinem Dasein im Unklaren.
Wer sich den Subaru XV in den Fuhrpark holt, darf auf die Vielseitigkeit des Fahrzeugs zählen. Als Familientransporter ist er ebenso ausgelegt, wie als Hilfe beim Hobby, auf dem Bauernhof oder in den Forsten. Durch die neue Antriebseinheit ist leider der Gepäckraum etwas reduziert worden. 340 Liter sind kein überragendes Angebot. Auch ist die Anhängelast mit gebremsten 1.270 Kilogramm am Haken bei 12-prozentiger Steigung kein Wert, mit dem ein Produzent angeben kann.
Diese Defizite macht Su-baru aber mit einer sehr gut bemessenen Ausstattung ohne Aufpreis wieder wett. Während die Modellreihe mit dem 2-Liter-Motor bei einem Grundpreis unterhalb von 30.000 Euro beginnt, ist die Platinum-Ausstattung mit 36.593,60 Euro bezahlt. Dann darf sich der Fahrer auf eine 2-Zonen-Klimaautomatik, das Eye-Sight-Assistenzsystem, LED-Kurvenlicht, Tempomat und viele andere Dinge freuen, die ein modernes Fahrzeug zu bieten hat.
Kurt Sohnemann

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