Der digitale Impfpass kommt – sind Sie dabei?

6. Juni 2021

Ob im Urlaub oder beim Restaurantbesuch – statt mit dem gelben Impfpass sollen Geimpfte künftig ihre Corona-Schutzimpfung auch digital nachweisen können.

Vor allem das Reisen innerhalb der EU soll damit einfacher werden. Aber auch Veranstalter und Gastronomen sollen so schnell und unkompliziert prüfen können, ob eine vollständige Impfung vorliegt. Der digitale Impfpass bleibt ein freiwilliges und ergänzendes Angebot.
Wer kein Smartphone besitzt oder den Nachweis nicht digital vorlegen möchte, kann auch weiterhin den gelben Papier-Impfpass nutzen. Geplant ist, dass Arztpraxen, Impfzentren und Krankenhäuser den digitalen Impfnachweis ausstellen. Sie erstellen nach Eingabe oder Übernahme der Impfdaten einen QR-Barcode, den die Geimpften direkt abscannen können oder auf einem Papierausdruck mitbekommen und später bei Bedarf einlesen können. Eine kostenlose App namens CovPass und alternativ möglicherweise eine aktualisierte Version der Corona-Warn-App, speichert den digitalen Impfnachweis lokal auf dem Smartphone. Bei Bedarf zeigen Verbraucher den QR-Code in der App, sodass Gastronomen, Fluggesellschaften und andere Dienstleister, die den Impfstatus überprüfen möchten, mit einer Prüf-App das Impfzertifikat auslesen können, ähnlich etwa wie bei einer digitalen Bahnfahrkarte.

Laut Gesundheitsministerium sollen alle digitalen Impfnachweise nur vorübergehend im Impfprotokollierungs-System erstellt und anschließend gelöscht werden. Dauerhaft wären die eigenen Daten dann ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Dort sollen sie mit einer Signatur fälschungssicher geschützt sein. Das ist noch nicht abschließend geklärt. Voraussichtlich soll der Nachweis dort erhältlich sein, wo die Impfungen verabreicht wurden. Allerdings fürchten Arztpraxen den Ansturm geimpfter Patienten. Wer in einem Impfzentrum geimpft wurde, soll möglicherweise per Post einen QR-Code erhalten, den er nachträglich einscannen kann. Geprüft wird zudem, ob auch Apotheken den Impfnachweis bei Vorlage des gelben Impfpasses ausstellen könnten.

Ich würde es schon begrüßen, wenn man diese App einfach aufs Handy laden kann, weil ich das Smartphone immer dabei habe. Den Impfpass nimmt man nicht immer mit. Mein Sohn heiratet in einer Woche. Daher müssen sich alle Gäste vorher Testen lassen. Ich bin über die Schule, in der ich in der Mensa arbeite, bereits einmal geimpft. Mitte Juni folgt die zweite Impfung. Herkömmliche Impfpässe sind auch nicht sicher, sondern können leicht gefälscht und für viel Geld verkauft werden. Den digitalen Impfnachweis halte ich für sicherer. Wir leben mit der Technik und sind sowieso schon gläsern. Und wer will, der hackt die Daten sowieso. Viel anfangen kann man damit nicht, und ich habe auch nichts zu verbergen – Elke Penshorn mit Enkel Jano

Der digitale Impfpass nutzt auf alle Fälle der Regierung, weil wir dadurch immer gläserner werden. Das bedeutet, alle Infos, die einen persönlich betreffen, können ausgewertet werden. Ich habe mich natürlich nicht impfen lassen, da der Impfstoff noch nicht richtig erprobt ist. Seit 20 Jahren wird an Tieren der Test durchgeführt, und sie sind immer fehlgeschlagen. Die Tierversuche haben nie funktioniert, die Tiere sind krank geworden. Am Menschen wurden die Seren nie erprobt. Dadurch, dass jetzt nur vollständig Geimpfte und Genesene, zum Beispiel an meiner Hochzeitsfeier teilnehmen dürfen, hat man eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen – Richard Rodzos aus Walsrode

Am 1. Juli öffnen wir wieder unser Kino und starten mit dem Film „Catweaszle“ und dem Kinderfilm „Familie Hase Teil 2“. Wir gehen davon aus, dass bei Öffnung des Kinos Anfang Juli die Gäste keinen Test mehr vorzeigen müssen. Im Moment ist es so, dass nur die Genesenen, Geimpften und Getesteten rein dürfen. Doch bis dahin sollen die Regeln gelockert werden. Es besteht aber weiterhin die Maskenpflicht, außer am Sitzplatz. Die weiteren Hygienemaßnahmen, wie die Desinfektion, bleiben bestehen. Sie schützen ja auch nachweislich vor anderen Infektionskrankheiten. 50 Prozent der Saalnutzung ist möglich. Wir haben bis dahin auch die Luca-App, halten aber weiterhin Meldezettel parat, sodass sich unsere Gäste schnell registrieren können – Günther Scheele aus Walsrode

Der digitale Impfausweis ist schon praktisch, weil jeder sein Handy dabei hat. Ich bin kein Fan der Luca-App, wo all meine Daten auf dem Handy zu finden sind. Außerdem würde die ältere Generation gar nicht mit dem digitalen Impfnachweis klarkommen. Da fehlt einfach das Grundverständnis. Doch für die meisten Jugendlichen wäre es von Vorteil. Es ist besser, als immer mit dem Impfpass rumzulaufen. Da macht die Digitalisierung schon Sinn. Ich bin schon zwei Mal geimpft. Wenn der digitale Impfausweis kommt, denke ich schon, dass ich ihn runterlade. Aber ich habe auch kein Problem damit einen Meldezettel auszufüllen. Bei Verlust kann man die Daten vom Handy retten. Bei den herkömmlichen Ausweisen nicht – Vanessa Bruno aus Schneverdingen

Ich denke, es ist auf jeden Fall eine gute Einrichtung. Manche wollen sich nicht impfen lassen. Man hört viel von gefälschten Impfausweisen, die von falschen Ärzten im Ausland ausgestellt wurden. Natürlich sind ein Smartphone und die Einrichtung daher sicherer. Man muss zusätzlich seinen Ausweis vorlegen, um sich zu identifizieren. Auf dem Papier kann sonst was stehen. Ich habe meine erste Impfung bereits am 26. April erhalten, die zweite bekomme ich am 19. Juli. Ich bin mit dem Ablauf sehr zufrieden. Es war topp organisiert, und die Helfer waren super! Ich werde mir auf jeden Fall einen digitalen Impfpass ausstellen lassen. Das Smartphone hat man immer dabei. Der alte Impfpass kann verloren gehen. Das ist mir mal passiert. Da waren alle Daten weg – Bujar Pllavci aus Walsrode

Ich werde ganz bestimmt keinen digitalen Impfnachweis beantragen, weil ich nie einem Land meine Daten geben werde, das seine eigenen Daten nicht schützen kann. Die Luca-App ist nicht sicher, sondern angreifbar. Mit dem digitalen Impfpass ist es dasselbe. Wenn man den einmal online hat, ist er angreifbar. Die Daten sind nicht geschützt. Und wenn die Regierung die Daten nicht schützen kann, dann soll sie es besser lassen. Mit der Impfung warte ich ab. Es ist an sich nicht mehr als eine kleine Grippe. Ich habe auch noch nicht das Alter, um zur Impfung zugelassen zu werden und habe auch nicht vor, in den Urlaub zu fahren. Daher ist es nicht notwendig. Ich bin auch nicht sicher, ob ich meine Daten vorzeigen möchte, nur um ins Kino zu gehen. Der Impfpass geht keinem, außer meinem Arzt, etwas an – Herms Hellmann aus Bad Fallingbostel

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