Corona-Virus – Grund zur Panik?

8. März 2020

Großveranstaltungen wie Messen werden abgesagt.

Es ist von Hamsterkäufen und ausverkauften Desinfektionsmitteln die Rede. Das Corona-Virus breitet sich immer weiter aus, kommt näher und hat auch vergangene Woche Bremen, Hamburg und Niedersachsen erreicht. Unterdessen warnte der Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, vor Panik.

Bei der erkrankten Frau aus Bremen handelt es sich den Angaben zufolge um eine 58-Jährige. Sie war vergangene Woche aus dem Iran zurückgekehrt, ebenso wie die in Hamburg erkrankte Frau. Die Bremerin befinde sich isoliert im Klinikum und weise nur leichte Symptome auf, sagte Fuhrmann. Mittlerweile hat das Gesundheitsamt ihre elf Kontaktpersonen ermittelt. Fünf, darunter zwei Familienmitglieder, befinden sich in häuslicher Quarantäne. Bei den sechs anderen handelt es sich um medizinisches Personal, das mithilfe von Schutzkleidung weiter arbeiten kann. „Es besteht überhaupt kein Grund zur Panik“, betonte Fuhrmann.
Derweil haben die Menschen in der Region Hamsterkäufe getätigt. In den Supermärkten herrschte auffallend viel Betrieb, die Warteschlangen vor den Kassen waren lang. Unter anderem kauften die Kunden viele Nudeln, Konserven, Mehl und Reis, berichteten Mitarbeiter eines Supermarktes. Von manchen Waren sei kaum noch etwas da, die Regale leeren sich. Aus Arztpraxen berichteten Mitarbeiter, dass etliche Patienten mittlerweile mit Schutzmasken kämen.
Die Angst vor dem Corona-Virus treibt seltsame Blüten, wie die Polizei im Landkreis Diepholz feststellen musste. Im Krankenhaus der Stadt Sulingen hatten Unbekannte 1200 Mundschutzmasken gestohlen. Die Diebe hatten sich in einem Lagerraum geschlichen, wo die besagten Masken lagen. Ob die Täter sie für den Eigengebrauch horten oder verkaufen, sprich Geschäfte mit der Angst anderer Menschen machen wollen, ist unklar.

Ich mache das, was man normalerweise auch immer macht und wasche mir oft die Hände. Wichtig ist, dass man Vorsorge getroffen hat und gegen Grippe und Lungenentzündung geimpft ist. Das lassen wir jeden Herbst machen. Wichtig ist auch, auf sich zu achten. Wenn man aber in einem Flieger mit vielen Menschen sitzt, kann man sich nicht wehren. Wir haben für Mai eine Reise gebucht, sagen die aber nicht ab. Aufs Händeschütteln verzichte ich, tätige aber keine Hamsterkäufe. Wir ernähren uns gesund und leben gesundheitsbewusst. Wenn es einen erwischt, dann ist es eben so – Hans-Dieter Kölle aus Walsrode

Wir haben noch keine Hamsterkäufe getätigt. Wir schauen aber schon, dass wir immer Vorräte haben, die haben wir aber eigentlich immer. Sonst ist auch alles wie üblich: Hände waschen und generell der Gebrauch von Desinfektionsmittel nach dem Einkaufen. Ich arbeite in einem Fitnesscenter. Da sind wir auf das Thema sensibilisiert. Wir haben keine allgemeine Anweisungen, sprechen aber die Teilnehmer an und merken auch, dass sie vermehrt auf Hygiene achten. Es ist eben ein aktuelles Thema. Ich verzichte nicht bewusst auf das Händeschütteln. Wenn, dann würde ich es wohl eher meiden – Matthias Miesener aus Scheeßel

Ich habe immer Desinfektionsmittel parat und nutze es mehrmals täglich. Außerdem wasche ich mir immer gründlich die Hände. Ich arbeite an der Tankstelle und komme stets mit vielen Kunden und Wechselgeld in Berührung. Ich habe keine Angst vor dem Coronavirus. Es ist eine Grippe, der etwas anderen Art. Wir Europäer haben ein etwas anderes Immunsystem als die Asiaten. Normalerweise ist man damit nach zwei, drei Tagen durch, und das Fieber ist weg. Über die Hamsterkäufe kann ich mich nur wundern. Beim Discounter war das Klopapier, Zucker, Mehl, Nudeln und Dosenfertiggerichte teils oder ganz ausverkauft – Lukasz Bogo aus Walsrode

Ich sehe das Virus wie eine Grippe. Man wäscht sich die Hände nach dem Einkaufen und beachtet ganz normal die Hygiene. Wir tätigen aber keine Hamsterkäufe, sondern gehen ganz normal damit um. Wenn ein Urlaub in einem Krisengebiet ansteht, würde ich auch nicht hinfahren, zum Beispiel nach Italien. Doch ich schüttle die Hände und nehme Bekannte wie gewohnt in den Arm. Ansonsten ist es wie bei einer Erkältung oder Grippe, wo man gegenseitig Rücksicht nimmt, wenn man sich angesteckt hat. Bei der Versand-Apotheke war das Desinfektionsmittel ausverkauft – Ingrid Schwierzowski aus Hademstorf

Es macht einen schon nachdenklich, aber ich habe keine Panik und lasse mich nicht verrückt machen. Ich arbeite in einer Arztpraxis und da desinfizieren wir wie gewohnt, passen aber schon etwas intensiver auf. Aber das ist nichts, weshalb man sich umgewöhnen müsste. Auch für die Patienten steht Desinfektionsmittel parat. Hamsterkäufe machen wir nicht mit. Händeschütteln versuchen wir zu vermeiden, aber der Kontakt mit den Patienten ist nach wie vor sehr eng. Auf gesunde Ernährung achte ich eh – Kirsten Schenke aus Bad Fallingbostel

Hamsterkäufe mache ich nicht. Ich arbeite im Kindergarten und habe daher ein gutes Immunsystem. Das muss man da haben. Wir haben im Moment unglaublich viele Krankheitsfälle. Auf der Arbeit desinfizieren wir jede halbe Stunde. Es gibt diesbezüglich ein Gesetz, das wir beachten müssen. Ich mache keine Welle davon, aber man sollte es schon ernst nehmen. Es darf aber nicht soweit kommen, dass man vor Angst nicht mehr vor die Tür geht. Auf Händeschütteln bei der Begrüßung verzichten wir. Um das Immunsystem zu stärken, achte ich generell auf gesunde Ernährung – Nicole Bach aus Düshorn

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