Foto: Angela Kirchfeld

Buntes Potpourri der größten Musical-Hits

26. Januar 2020

Musiker begeistern das Publikum, trotz schwieriger Bedingungen, mit abwechslungsreichem Programm

„Kleinere Bühne, keine Kulisse, große Halle – ob da überhaupt die Atmosphäre und Akustik der Musical Night rüberkommt?“, fragten sich im Vorfeld die Stammzuschauer hinsichtlich der Veranstaltung, die aufgrund der Umbaumaßnahmen der Walsroder Stadthalle in die Heidmark-Halle Bad Fallingbostel verlegt worden war. Doch die „Musical Night“ hielt, was sie versprach – dank des mitreißenden Ensembles um Schlagzeuger, Moderator und musikalischer Leiter Axel Törber. Vor allem die fünf verschiedenen Gesangscharaktere, die alle Bereiche der Musical-Literatur abdeckten und wie gewohnt in die jeweiligen Rollen schlüpften, überzeugten durch ihre ausgezeichneten Stimmen.

Die „Musical Night“ bot ein abwechslungsreiches Programm aus 90 Jahren Musical-Geschichte und startete mit „Welcome to Hollywood“ aus „Pretty Woman“, einem der neuesten Musicals. Weitere Höhepunkte im ersten Teil waren der Song „Ol‘Man River“ aus Showboat (1926), gesungen von Simon Tunkin, und „Cabaret“ gesungen von Tracy Plester, die begeisterten.

Beim Potpourri der Walt-Disney-Musicals glänzte die Company bei den Songs „Der ewige Kreis“ (König der Löwen) und „Superkalifragilistikexpialigetisch“ (Mary Poppins). Natürlich fehlten „Sister Act“ und das neue Musical „A Star ist Born“ mit dem Lied von Lady Gaga, „I‘ll never love again“, nicht, bei dem Corie Townsend glänzte. Überhaupt schienen die Rollen den Darstellern auf den Leib geschrieben zu sein. So kann man sich kaum einen anderen als Deimos Virgillito in der Rolle von Udo Lindenberg (Hinterm Horizont) vorstellen oder Tracy Plester als „Evita“, Alexandra Gentzen und Simon Tunkin als Hauptdarsteller im „Phantom der Oper“.

Der zweite Teil der „Musical Night“ bot ebenfalls neue Musical-Songs aus „The Greatest Showman“, aber auch altbekanntes und bewährtes, wie Songs aus der „West Side Story“ und „Mamma Mia“ – immer im passenden Outfit und mit tollen Choreografien. Das Finale war ein bunter Mix aus Udo-Jürgens-Schlager (Ich war noch niemals in New York), Songs aus dem Tina-Turner-Musical, „Rockin all over the World“ und „Highway to Hell“, bei dem es auch das Publikum von den Stühlen riss. Dennoch blieb eine Zugabe aus.
Die Sänger und Musiker um Axel Törber hatten wirklich keinen leichten Stand und gaben dennoch alles, um dem Publikum drei unterhaltsame Stunden zu liefern. „Die Show hatte wirklich mehr Zuschauer verdient“, waren sich viele Besucher einig, und auch Axel Törber hofft mit dem Schlusssatz „Dann bis nächstes Jahr in der Walsroder Stadthalle“ auf bessere Bedingungen.

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