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Bundesverdienstkreuz im „Dorf der Quellen, Eichen und Gärten“

9. April 2017

Der 72-jährige Armsener Friedrich Koch bekommt Auszeichnung vom Bundespräsidenten

Einen Grund zum Feiern hatte am Freitag, 31. März, die Armsener Gemeinde: Friedrich Koch, der seit vielen Jahren in Armsen lebt, bekam in einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus für seinen unermüdlichen Einsatz und sein beispielhaftes ehrenamtliches Engagement das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Fröhliche Akkordeonklänge von Heike Gildmann stimmten die Gäste auf das freudige Ereignis ein. Peter Bohlmann, Landrat des Kreis Verden begrüßte die Gäste und zählte in seiner Rede zunächst die wichtigsten Stationen im Leben von „Friedel“, wie er von Freunden genannt wird, auf.

Geboren 1944 in Frankenfeld in der Samtgemeinde Rethem wuchs „Friedel“ Koch mit seiner Schwester und seinem Vater auf. Er erlernte zunächst den Beruf des Landwirtes, bevor er sich mit 19 Jahren bei der Bundeswehr verpflichten ließ. Zwölf Jahre später entschied er sich für den Zivilberuf und wurde Verwaltungsbeamter. Zu seinen Spezialgebieten gehörten das Schwerbehindertenrecht, die Kriegsopferfürsorge sowie die orthopädische Versorgung.

Dreißig Jahre lang saß Koch für die SPD im Rat der Gemeinde Kirchlinteln. Über die Jahre war er in zahlreichen Ratsausschüssen zu finden, zuletzt im Ausschuss für Brandschutz und Ordnungsangelegenheiten. Auch machte sich „Friedel“ Koch als Ratsherr für die Entwicklung der Gemeinde Kirchlinteln stark. Der heute 72-Jährige ist im „Dorf der Quellen, Eichen und Gärten“,wie es heißt, sehr beliebt und gilt für viele als Ansprechpartner. Das kommt nicht zuletzt daher, weil er zwanzig Jahre lang im Amt des Ortsvorstehers war und fast rund um die Uhr für die Anliegen der Armsener bereitstand. Auch als 2014 die ersten Flüchtlinge nach Armsen kamen, setzte er alle Hebel in Bewegung, um gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft die Ankunft und Betreuung der Flüchtlinge zu organisieren. So wurden Sprachkurse arrangiert, Fahrten zum Amt oder zu Ärzten unternommen und Fahrräder beschafft.

Die Liste der Ehrenämter ist noch weitaus länger, denn „Stillstand ist Rückschritt“, so zitierte Bohlmann das Lebensmotto des Armseners. Er bedankte sich bei „Friedel“ Koch und überreichte ihm im Namen des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz.

Auch Bürgermeister Wolfgang Rodewald richtete noch einige Worte an den 72-Jährigen. Er bedankte sich für die lange Zusammenarbeit mit „Friedel“ Koch und betonte: „Er ist einer von uns.“ Anschließend bedankte sich der „Mann des Tages“ bei allen Gästen. „Die Ehrung kam für mich eher überraschend“, schmunzelte der Armsener. Er habe stets viel Freude an der Arbeit gehabt und sei froh, so viel bewegt zu haben. Nun wolle der vierfache Opa aber auch mal etwas Zeit für sich und seine Frau Gertrud beanspruchen, die bei allem Engagement oft zu kurz kam. Eines ist ihm gewiss: „Ohne meine Gertrud hätte ich das alles nicht geschafft.“ Im Anschluss sangen alle Anwesenden gemeinsam das „Armsener Lied“.

(spö)

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