Foto: Kurt Sohnemann

Bayern-Tourismus auf Rekordfahrt

15. April 2018

Staatsekretär Franz-Josef Pschierer zuversichtlich und stolz

Understatement war noch nie eine typische bayerische Lebensart. Zumindest nicht in der Politik. Als das französische Unternehmen Center-Parcs den sechsten und größten Park in Deutschland ankündigte, war es der bayerische Staatssekretär Franz-Josef Pschierer, der auf einer Feierstunde in das Horn erfolgreichen Tourismus‘ stieß. Zwar liegt das Gebiet des Center-Parks Allgäu flächenmäßig zum Großteil auf dem Boden des Nachbarbundesstaates Baden-Württemberg, was für die Bayern noch lange nicht bedeutet, sich zu verstecken. Immerhin hat der Freistaat im angeschlossenen Wirtschaftsjahr ein Rekordjahr in seinen Büchern stehen. 37 Millionen Gäste und über 100 Millionen Übernachtungen bedeuten einen herausragenden Stellenwert im Tourismusgeschäft für den weiß-blauen Staat.

Pschierer betonte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass sich alle vier bayerischen Zielregionen gleichmäßig positiv entwickelt haben. Im Allgäu erwartet er im kommenden Jahr einen Zuwachs von einer Million Übernachtungen pro Jahr. „Ich glaube auch, dass der Center-Parc im Allgäu eine Strahlkraft auf die Region ausübt. Neuschwanstein ist gleich in der Nähe“, reibt sich Pschierer die Hände. Nach seinen Worten sind neben den Deutschen die US-Amerikaner die zahlenmäßig stärkste Besuchergruppe in Bayern. Während die Chinesen mit Riesenschritten in der Statistik aufholen, rangieren ebenfalls die Österreicher, Schweizer und Niederländer an der Spitze der Zählungen.

Der Freistaat, der in diesem Jahr seinen 100sten Geburtstag feiert, hat noch einige touristische Highlights in der Pipeline, um weiter wirtschaftlich an Boden zu gewinnen. Da wäre beispielsweise die Einrichtung von Apassionata mit Amphi-Theater-Bestuhlung, das Musical Ludwig II. oder auch die Jochen-Schweitzer-Arena im Süden der bayerischen Hauptstadt. „Es gibt eine Reihe von neuen Einrichtungen, die den Tourismus weiterhin beleben. Auch wird der neue Ministerpräsident Markus Söder den Tourismus entsprechend gewichten“, ist sich Franz-Josef Pschierer sicher.

Die Steigerung von 5 Prozent im vergangenen Jahr sollte deshalb schon in diesem Jahr nochmals übertroffen werden, sind sich die Tourismusfachkräfte in der Hauptstadt München sicher und lassen keinen Zweifel daran, dass die Besucher in ihrem Bundesland gut aufgehoben sind.

(so)

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