Lars Grossmann hat bereits Erfahrungen über viele Jahre im Aronia-Anbau. Foto: so

Aronia: Gesundheit vom Strauch – direkt in den Bauch

21. August 2016

Viele Antioxidantien in der Frucht

Schwarmstedt (so). In den vergangenen Jahren hat sich das Gesundheitsbewusstsein der Menschen in Deutschland und teilweise auch in anderen Nationen entwickelt. Die Produkte mit hohen Werten an Vitaminen oder auch Antioxidantien sind mehr denn je gefragt. Das trifft auf Heidelbeeren ebenso wie auf Apfelbeeren zu, die auch Aroniabeeren genannt werden. Letztere haben vor einigen Jahren in Deutschland Einzug gehalten. Als Lars Grossmann im Jahre 2009 begann, die Aroniabeeren anzubauen, war er einer der ganz wenigen Pioniere im Bereich der alten Bundesländer. Weil die Aroniabeeren 1908 aus den USA nach Russland geholt wurde, um sie dort anzupflanzen, setzte sie aus der ehemaligen UdSSR zu ihren Siegeszug an. Die dunkle Beere in der Größe einer Heidelbeere wurde gern genommen, um Vitamine zu kompensieren.

Die Menschen hatten den Vögeln abgeguckt, dass diese sich mit Aroniabeeren vollstopfen, bevor sie ihren Flüge in den Süden antreten. Es gibt kaum eine Frucht, die höhere Nährwerte in so konzentrierter Form in sich birgt. Insbesondere der hohe Anteil von Antioxidantien wirkt sich positiv auf die Ernährung aus, denn diese sollen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Krebsbildung verhindern. Auf jeden Fall ist erwiesen, dass sich das Blutbild positiv verändert und es seltener zu Thrombosen kommt. Nachdem Lars Grossmann, der gelernter Koch ist und sich seither primär mit Lebensmitteln und deren Nährwerten beschäftigt, seine Versuchsfläche aufbaute, er den ersten Saft von einem Familienunternehmen in Dresden aus den Beeren pressen ließ, stieg die Nachfrage vehement. Heute bietet er Aroniasaft als Hauptprodukt, Brotaufstrich, Wein, Likör, Bonbons und Pulver mit Aronia an.

Sogar Kuchen werden von ihm und seinem Personal mit Aronia gebacken. „Wir exportieren die Artikel bis nach Südkorea, wo der Gesundheitsboom besonders ausgeprägt ist“, erklärt Grossmann und schätzt die Anbaufläche im deutschsprachigen Raum auf mittlerweile 50 Hektar. Allein im Heidekreis hat sich die Fläche kontinuierlich entwickelt. In diesem Jahr kommen noch einmal fünf Hektar im Nordkreis hinzu, die von Grossmann vermarktet werden. „In den vergangenen drei Jahren hat sich die Anbaufläche verdoppelt“, schätzt der rege Schwarmstedter.

Drei Jahre brauchen die Sträuche allerdings auch, bis sie Früchte in erntebarem Zustand tragen. Die Ernte wird von Mitte August bis zum Ende des Septembers abgewickelt und wird maschinell durchgeführt. Während ein Strauch etwa vier Kilo verwertbarer Früchte trägt, werden pro Hektar etwa 3.500 Sträucher angebaut, um die Platz optimal auszunutzen. „Wer sich für den Anbau dieses Nieschenprodukts interessiert, kann mich unverbindlich ansprechen“, ermutigt Lars Grossmann die Landwirte, diese Lücke zu nutzen, die durch die zunehmende Nachfrage entstanden ist.

 

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