Foto: Feuerwehr Walsrode

2465 Menschen lassen sich typisieren

4. März 2018

Stammzellentypisierungsaktion „Helft dem Helfer“ war ein voller Erfolg 

Aufgrund der Leukämieerkrankung von Ortsbrandmeister Stephan Wagner hatte die Freiwillige Feuerwehr Walsrode am vergangenen Wochenende mit ihrer Aktion „Helft dem Helfer“ zu einer gorßen Stammzellentypisierungsaktion zusammen mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) aufgerufen und zeigte sich überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft in der Region. Lange Schlangen bildeten sich bereits vor Öffnung der Türen, und trotz der Kälte ließen sich 2465 Menschen nicht davon abhalten, ihren Beitrag mit Hilfe eines Wangenabstrichs dazu zu leisten, einen in Frage kommenden Knochenmarkspender zu finden. In den kommenden Wochen werden die Proben im Labor untersucht, um die Genmerkmale festzustellen und somit die potenziellen Spender in das zentrale Knochenmarkspenderegister mit aufzunehmen.

Hauptinitiator Alfred Suhr von der Freiwilligen Feuerwehr Walsrode würdigte auch die personelle Unterstützung für die Durchführung der Veranstaltung, die komplett aus der Region kam. Über 250 freiwillige Helfer von Feuerwehren, Rettungsdiensten, der DLRG, aus dem Heidekreis-Klinikum, von Firma Wipak als Arbeitgeber von Stephan Wagner, aber auch von vielen anderen Firmen und Privatpersonen haben zum Erfolg der Aktion beigetragen. Neben der personellen Unterstützung haben auch diverse Sach- und Geldspenden die Veranstaltung erst ermöglicht.

Auch Annika Schirmacher von der DKMS wertet die Aktion als vollen Erfolg: „Aktionen mit über 2000 typisierungswilligen Spendern finden nicht allzu häufig statt. Ich bin wirklich beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt wurde. Jede Typisierung ist eine Chance mehr auf ein neues Leben für Blutkrebspatienten“.

Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring als Schirmherrin der Veranstaltung zeigte sich überwältigt von der Teilnahme an der Aktion: „Ich habe am Samstag in der Stadthalle nur gut gelaunte Menschen gesehen, die trotz manchmal langer Wartezeiten sich ihre gute Laune nicht haben verderben lassen, die neben der Typisierung auch großzügige Spenden geleistet haben. Aber es waren nicht nur Menschen da, die sich haben typisieren lassen, es waren auch Menschen vor Ort, die entweder schon typisiert waren oder wegen ihres Alters entweder zu jung oder zu alt dafür waren. Sie sind zur Stadthalle gekommen, um ihren Beitrag im Rahmen der Solidargemeinschaft in monetärer Form zu leisten, sie waren da, um eine Bratwurst oder Kuchen zu essen, etwas zu trinken, denn auch dadurch konnte die Spendensumme erhöht werden. Und daran anknüpfend bedanke ich mich bei unseren Bäckereien, Schlachtern, Einkaufsmärkten und Discountern. Sie alle haben es durch Sachspenden möglich gemacht, dass die Aktion am vergangenen Samstag ein großer Erfolg werden konnte, dass die Spendengelder in dieser Höhe überhaupt erzielt werden konnten.“ So wurden gut 750 Bratwürste und diverse Portionen Pommes, aber auch knappe 40 Torten und Kuchen verkauft. Die Erlöse hieraus kommen ebenfalls der DKMS zugute.

In ihrem Schreiben an die Medien äußerte Helma Spöring: „Das, was ich am Samstag in der Stadthalle sehen und erleben durfte, hat mich sehr stolz gemacht. Ja, ich bin stolz, Bürgermeisterin dieser Stadt Walsrode mit diesen tollen Bürgerinnen und Bürgern zu sein.“ Somit besteht jetzt bei allen die Hoffnung, dass bei den vielen Spendern ein passender „genetischer Zwilling“ für Stephan Wagner gefunden werden kann.

(tkl/ch)

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