Foto: (so)

150 Sorten decken jeden Bedarf

18. September 2016

„Nach einigem Lehrgeld haben wir uns an die Materie herangetastet“ – Kürbishof Cordes begann mit 18 Sorten

Die äußere Darstellung des landwirtschaftlichen Betriebszweiges könnte nicht malerischer sein. Astrid und Dirk Cordes bewirtschaften in Hohenaverbergen einen Vollerwerbshof und haben im Jahre 2004 damit begonnen, Kürbisse auf einer Fläche zu ziehen, die den vermeindlich besten Nährboden für die Früchte darstellt. „Weit gefehlt, wir haben viel Lehrgeld zahlen müssen“ erinnert sich Astrid Cordes. Die Kürbisse wachsen auf trockenen Feldern sehr viel besser, als auf moorigen Flächen. Auch holten sich die Krähen die wohlschmeckenden Samen aus dem Boden, so dass von den Kürbissen, die Astrid Cordes für ihre gewünschte Herbstdeko nutzen wollte, nicht viel übrig blieb.

Im nächsten Jahr war die Bäuerin um die Erfahrungen reicher, zog die Pflanzen vor und verdoppelte die Anbaufläche auf geeignetem Acker. Das Resultat: „Viele Bekannte und Freunde, die auch Kürbisse haben wollten, sorgten für ein wenig Taschengeld.“ Die Nachfrage stieg weiter, die Anbaufläche auch. Schon 2008 konnte das erste Kürbisfest folgen. „Auf dem Fest kommen die Gäste wegen des Programms und informieren sich dabei auch über die Kürbisprodukte und unterschiedlichen Verwendungsarten“, hat Astrid Cordes herausgefunden und reagierte auf die Nachfrage.

Ein Rezeptbuch, das bereits drei Mal aufgelegt wurde, dient vielen Kundinnen und Kunden als Vorlage für ihre Einkaufsliste, mit der sie auf dem Hof Cordes erscheinen. Derzeit bieten sich 150 Sorten Kürbisse an, deren Verwendung sich von der Küchenfrucht bis zum Deko- und Schnitzgegenstand erstreckt.

Astrid und Dirk Cordes flankieren die Ernte mit regelmäßigen Festen. Nachdem schon am gestrigen Sonnabend eine Lesung mit der Krimiautorin Doris Köhler stattgefunden hat, wird am heutigen Sonntag von 11 bis 17 Uhr ein Handwerkermarkt auf dem Hof Cordes stattfinden. Weitere Events stehen auf der Tagesordnung der nächsten Wochen.

Während die ersten Kürbissorten bereits im Juli reif sind, werden die letzten Exemplare in normalen Jahren im Oktober vom Feld geholt. In diesem Jahr ist allerdings angesichts der Wetterlage ein früherer Ernteschluss gegeben. Zum Schluss der Saison werden die Kürbisse vornehmlich zum Schnitzen für Halloween genutzt, dann hat Astrid Cordes eine gute Saison mit elf Helfern auf dem Feld, in der Küche und im Verkauf gemeistert. Kontinuierlich werden zudem Speisenproben angeboten, um den Kunden ein Gefühl von den Geschmacksrichtungen zu geben.

(so)

 

Schlagworte:

, ,



Comments are closed.

Back to Top ↑