1. Mai – Tag der Arbeit oder einfach nur ein netter freier Tag für Familien?

29. April 2018

Der 1. Mai ist der als Maifeiertag bekannte gesetzliche Feiertag in Deutschland, Österreich, Teilen der Schweiz und vielen weiteren Staaten. Er wird auch als Tag der Arbeit oder Kampftag der Arbeiterbewegung bezeichnet

Die amtliche Bezeichnung in Deutschland ist durch Gesetze der einzelnen Länder geregelt. So heißt der 1. Mai in Nordrhein-Westfalen „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“. Bereits die alten Römer feierten im Mai die Floralien, ein Fest zu Ehren der Blumen-Göttin Flora, einer Patronin des Frühlings und der Blumen. In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai wird vielerorts der Anbruch der warmen Jahreszeit mit einem Tanz in den Mai gefeiert. Besonders „wild“ geht es in der näheren Umgebung des Harzes zu, wo nach altem Volksglauben Hexen auf ihren Besen durch die Lüfte reiten, um auf dem Brocken an den Hexenfeiern zur Walpurgisnacht teilzunehmen. In vielen Orten wird zum 1. Mai ein möglichst bunt geschmückter Maibaum aufgestellt, um den teilweise noch Volkstänze aufgeführt werden. In Bayern werden die Maibäume von den jeweils anderen Gemeinden gestohlen. Nach dem ungeschriebenen Gesetz der Tradition muss eine Gemeinde, deren Baum gestohlen worden ist, ihn von den Dieben mit einer gehörigen Menge Bier „auslösen“. In manchen Gegenden, etwa in Bayern, Württemberg und im Rheinland, sind noch dazu private Maibäume üblich, die von jungen Männern am Haus ihrer Freundin oder Angebeteten angebracht werden. Dabei handelt es sich vornehmlich um junge Birken. Bei einem Kirschbaum oder einer Tanne sollte sie sich Gedanken über ihren Ruf machen. Im Schaltjahr müssen dann die Frauen, ihrem Liebsten einen Maibaum stellen.

Für mich ist es ein Tag der Arbeit, denn ich habe mir den Tag als Umzugstag gewählt. Ich ziehe von meinen Eltern weg in den Nachbarort in eine eigene Wohnung. Dabei helfen mir meine Eltern und Geschwister, je nachdem, wer Zeit hat. Ich freue mich auf meine eigenen vier Wände. Mal sehen, ob wir im Anschluss grillen. Das kommt aufs Wetter an. Den Montag als Brückentag, habe ich nicht frei. – Jette Niemeyer aus Bomlitz

Ein Tag der Arbeit ist es nicht mehr. Es ist ein schöner freier Tag für die Familien. Ich habe auch früher nie einen Brückentag genutzt. Aber es gibt Leute, die sind richtige Spezialisten darin. Es kommt darauf an, wie das Wetter wird. Bei Sonne liege ich im Garten und lese ein Buch. Es sei denn, meine Partnerin will spontan eine Tour unternehmen. Normalerweise geht es in den Vogelpark, da wir eine Jahreskarte haben und sie regelmäßig nutzen. – Hardi Meier aus Walsrode

Ich habe für den Brückentag Urlaub eingereicht. So habe ich ein langes Wochenende frei. Wir fahren für drei Tage nach Cuxhaven. Da müssen wir früh los, um den Stau zu umgehen. Ansonsten nutze ich den freien Tag zum Ausspannen. Da ich aus Wolfsburg komme, hab ich den Tag noch als „Tag der Arbeit“ im Kopf. Da ist man stark in die Gewerkschaften eingebunden. Es sind rund 50.000 Menschen unterwegs. Aber auf Grund des Alters nutze ich nun den Tag zum Relaxen. – Hans-Günter Junicke aus Wolfsburg

Ich bin Krankenschwester im Krankenhaus und muss daher oft am Wochenende und Feiertags arbeiten. Aber dieses Jahr habe ich am 1. Mai frei und nutze den Tag zum Ausschlafen, weil wir einen Tag vorher in den Mai tanzen. Wir sind in der British Legion in Bad Fallingbostel mit meiner Tochter und ihrem Freund zum Feiern. Einfach mal gucken, wie es wird. Es gibt Kartoffelsalat und Bartwurst. Wenn es dann am 1. Mai schön ist, gehe ich in den Garten. Brückentag ist in unserem Beruf nicht möglich. – Nicole Gowland aus Bad Fallingbostel

Der Tag der Arbeit ist nicht mehr das, was er mal war. Man nimmt ihn als zusätzlichen Feiertag für die Familie und möglichst noch den Montag als Brückentag. Das machen ganz viele. Ich selbst gehe an dem Tag arbeiten. Ich bin als Servicekraft in einer Spielhalle tätig. Die hat jeden Tag auf und generell ist an Sonn- und Feiertagen viel los. Da müssen alle ran. Nach Feierabend, je nach Wetterlage, wird mit der Familie gegrillt. – Susanne Schulz-Wedemann mit Enkelin Lina aus Walsrode

Es kommt darauf an, wie das Wetter wird. Je nachdem, wenn es trocken und einigermaßen warm ist, mindestens 20 Grad, machen wir eine Radtour. Wir haben E-Bikes. Oft sind wir zu zweit, oder es kommen Freunde mit. Meistens fahren wir zum Forellenhof oder so durch die Gegend. Abends wird dann zu Hause gegrillt. Der Tag der Arbeit ist ein bisschen eingeschlafen. Das war interessanter, als man selbst noch gearbeitet hat. – Ilse und Fritz Korte aus Walsrode

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