Der Ree-Park bei Ebeltoft hat eine Vielzahl an Eindrücken zu bieten. Foto. so

Ree-Park als Alternative zum Strand

31. Dezember 2017

Ebeltoft. Dass sich das Wetter ändert, ist in Dänemark ebenso selbstverständlich wie die Nationalflagge vor den Häusern der Einheimischen. Es muss aber niemand auf Sonnenschein warten, um irgendwelche Unternehmungen zu starten, wenn er auf Djursland etwas erleben möchte. Da wäre beispielsweise der Vorschlag von der kleinen Levke, die Tiere in ihr Herz geschlossen hat, der Besuch des Ree-Parks unweit der Provinzstadt Ebeltoft. Nach neun Kilometern steht schon der erste Elch am Zaun und lässt keinen Zweifel, dass es hier Tiere zu bestaunen gibt.

Der Ree-Park ist inmitten der Natur gelegen und bietet in dem hügeligen Gelände große Flächen, auf denen sich die Gäste aus fünf Kontinenten wohlfühlen können. Kaum eine Zooanlage in Europa hat seinen zumeist vierbeinigen Bewohnern mehr Entfaltungsraum eingeräumt. Mit einer einzigen Ausnahme. Wie eingepfercht muss sich der Tiger auf kleinster Fläche bewegen und rührt damit die siebenjährige Schülerin vor dem Zaun zu Tränen.

Dieser Zustand hätte nicht sein müssen, wenn die Parkleitung das zur Verfügung stehende Geld in das Tigergehege investieren könnte und nicht in die Schmalspurbahn. Die ist zwar für die Gäste ein willkommenes Transportmittel, um drei Kilometer weit damit durch die einzelnen Sektionen das Parks zu fahren, es sind aber auch genügend gut ausgebaute Fußwege und notfalls eine Strecke mit Jeeps als Alternative vorhanden.

Allerdings fehlte für das weitläufige Tigergehege bisher noch die Genehmigung. Ob Schwarzbären, Lemuren, Nashörner, Giraffen oder Ziegen und Alpakas zum Streicheln, die Fülle der exotischen Tiere ist groß. Eine Besonderheit ist die Gruppe der Löwen mit den drei Jungen, die sich auf riesiger Fläche unbeengt tummeln können. Kian ist mit seinen zehn Jahren gerade in dem Alter, in dem die Zuneigung zu Tieren eine besondere Form gefunden hat. So ist kaum eine Ziege und kein Alpaka vor ihm sicher, um in den Arm genommen zu werden. Die Vierbeiner scheinen großen Gefallen daran zu haben und lassen sich auf diese Art gern verwöhnen.

Wie in Dänemark üblich, sind auch die Preise für die Verkostung während der Zeit im Tierpark bedeutend höher als in Deutschland, so dass es sich anbietet, einen gut gefüllten Rucksack mit in die Gehege zu nehmen, um nicht mit vielen Eindrücken aber ohne Geld den Ausgang zu erreichen. Die gepflegten Bereiche der Tiere hinterlassen im Großen und Ganzen einen sehr guten Eindruck und geben den Besuchern das Gefühl, durch die Visite des Ree-Parks mit umgerechnet 25 Euro pro Erwachsenem (Kinderpreis etwa 15 Euro) eine unterstützenswerte Einrichtung besucht zu haben.

Kurt Sohnemann

Infos: www.visitdenmark.com, www.visitdjursland.com, www.reepark.dk

 

 



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