Otersen

Mehr als 50 Einwohner dabei

Erstes Treffen der Dorf-Arbeitsgruppe Otersen-Wittloh im Rahmen der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe

Über 50 Einwohner aus Otersen und Wittlohe sorgten für eine gute Beteiligung bei der 1. Zusammenkunft der Dorf-Arbeitsgruppe (Dorf-AG) für Otersen und Wittlohe im Rahmen des neuen Dorfentwicklungsprozesses „Dorfregion von Bierde bis Wittlohe“. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Dieter Bergstedt informierte Planerin Karin Bukies über Fördermöglichkeiten und die nächsten Schritte bei der Dorfentwicklung in der acht Dörfer aus drei Gemeinden in zwei Landkreisen umfassenden Dorfregion, die durch die Landesstraße 159 und die Aller verbunden ist.

Planerin Karin Bukies lobte einleitend die gemeinsamen Aktivitäten über Dorfgrenzen hinweg und nannte beispielhaft das gemeinsame Erntefest von Otersen und Wittlohe, hob aber auch den landesweit bekannten Dorfladen mit Café, die Solar-Allerfähre und die Klamottenkiste hervor.

Ab 2019 können besondere Maßnahmen an Ortsbild-prägenden Gebäuden gefördert werden. Voraussetzung ist eine Antragstellung bis zum 15. September. Bis zum Spätsommer muss in der Dorfregion auch der Dorfentwicklungsplan für alle acht Dörfer mit einem Maßnahmenkatalog fertig- gestellt werden. Die weiteren Schritte zur Erstellung des gesamten Plans sind die Sitzungen von vier Themen-Arbeitsgruppen ab Februar, eine Rundfahrt durch alle acht Dörfer, eine Fragebogen-Aktion für die junge Generation, Maßnahme-Werkstätten und eine Info-Veranstaltung.

Private Maßnahmen an ortsbildprägenden Gebäuden wie zum Beispiel die Sanierung von Dächern, Fassaden, Fenstern, Türen oder Toren können mit 30 Prozent und maximal 50.000 Euro gefördert werden. Bei vollständigen Gebäude-Umnutzungen sind Förderungen bis zu 150.000 Euro möglich. Für öffentliche Maßnahmen von Gemeinden oder gemeinnützigen Vereinen betragen die Fördersätze 53 bis 73 Prozent und sind abhängig von der Finanzkraft der jeweiligen Gemeinde.

Abschließend wurden die über 50 Einwohner im vollbesetzten AllerCafé in Otersen aktiv und beantworteten in Kleingruppen drei Fragen von Planerin Karin Bukies. „Was schätzen Sie in besonderem Maße an Ihrem Dorf?“ wollte die Planerin wissen. Die Antworten sprudelten nur so heraus. Die „Top 3“ der Nennungen waren der ausgeprägte Gemeinschaftssinn in der Bevölkerung, der Dorfladen sowie die Natur und Landschaft mit Wäldern, Aller und Seen. „Welches Ereignis ist Ihnen in besonders guter Erinnerung geblieben?“ stand als 2. Frage auf dem Zettel. Die meist genannten Antworten waren das frühere Frühlingsfest in Otersen, die Veranstaltungen an der Allerfähre, das gemeinsame Erntefest, der Bau von Dorfladen und AllerCafé, das Osterfeuer Wittlohe und Otersens Erfolg beim Dorfwettbewerb mit dem Bundessieg. Die 3. Frage beschäftigte sich mit der Zukunft und den gewünschten Maßnahmen. Ganz oben auf dem Wunschzettel der Einwohner standen: ein Dorfgemeinschaftshaus – eine Begegnungsstätte für Otersen und Wittlohe, auch für große Veranstaltungen, eine Verbesserung der Radweg-Situation in der Ortsdurchfahrt und entlang der L 159 in beide Richtungen über den Lohberg bis zur L 160 und in den Heidekreis hinein, Verbesserungen bei Mobilfunk und Internet sowie Verbesserungen bei Wanderwegen und den teilweise kaum noch begehbarern Wirtschaftswegen.

Über den Fortgang des Dorfentwicklungsprozesses soll auf der Internetseite www.otersen.de fortlaufend informiert werden.

(stl/rie)

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Veröffentlicht am 4. Februar 2018



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