Foto: so

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Hyundai Kona

6. Mai 2018

Hyundai Kona Thomas Riese
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.3


Europäischer Schick mit fernöstlichem Lidstrich – Hyundai punktet mit den Kona nicht nur mit der ausgefallenen Farbauswahl, sondern auch mit technischen Finessen

Kompromisslos hatte sich Hyundai in den vergangenen Jahren europäisch aufgestellt. Die Designabteilung unter Leitung von Peter Schreyer hat glänzende Arbeit geleistet und dabei den ehemals verstaubten Importen aus Fernost eine Note verliehen, hinter der sich viele Ergebnisse europäischer Produzenten verstecken können. Mit dem Kona hat Hyundai sich jetzt der SUV-Haute Couture im C-Segment gewidmet. Diese Klasse hat die erstaunlichste und auch positivste Entwicklung für die Automobilschmieden hingelegt, die der Markt zu bieten hat. 25 Prozent Zuwachs jährlich – davon träumt jeder Investor. Hyundai hat die perfekte Stunde erkannt und ist nach der Tochterfirma Kia (Stonic) jetzt auch in dem Segment vertreten.

Der Erfolg dieser Klasse begründet sich zweifellos in der guten Sitzposition, den bequemen Ein- und Ausstiegswinkeln sowie dem Farbspektrum, den die Modelle zu bieten haben. Nahezu alle Hersteller haben zweifarbige Fahrzeuge zu bieten. Der Hyundai Kona ist auch mit vielen Varianten vertreten, wenn auch nicht so progressiv wie das Tochterunternehmen. Der Kona sollte sich trotzdem extravagant und in idealem Zuschnitt für die interessierte Autofahrerschaft platzieren können.

Der völlig neue Kona erweckt sofort das Interesse der Passanten, wo er auch auftaucht. Er ist geradezu ein Kommunikationsschlüssel, wenn er auf belebten Parkplätzen abgestellt wird. Die Fragen nach Details werden mindestens ebenso oft gestellt wie bei Besitzern seltener Hunde bei der Promenade. Ein Grund dafür mag die Wahl der ausgefallenen Farben des Konzerns sein. Ein anderer Grund ist aber auch die Tatsache, dass der südkoreanische Konzern mittlerweile eine akzeptierte Rolle unter den Fahrzeugen spielt, die für Souveränität und Zuverlässigkeit stehen. Fünf Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung sichern die Stellung der Fahrzeuge von Hyundai überdies ab.

Der als SUV konzipierte Hyundai hat neben der optischen Ansprüche die technischen Finessen ebenso berücksichtigt wie die pragmatischen Wünsche der Autofahrer. Während Fahrer und Beifahrer noch bei fast allen aus dem Markt befindlichen Modellen einen guten Ein- und Ausstiegswinkel haben, hat Hyundai diesen beim Kona auch für die Fondpassagiere optimal ausgearbeitet.

Das Interieur passt sich dem urbanen Lebensstil seiner Besitzer ebenso an, wie den pragmatisch orientierten Kona-Freunden aus ländlichen Regionen, die auch hin und wieder einmal den Allradmodus des Fahrzeugs nutzen. Den hat der Kona mit dem 1,6-Liter-Ottomotor nämlich serienmäßig an Bord. Zudem ist der 177 PS-Kona dann mit einem siebengängigen Doppelkupplungsgetriebe bestückt, dass die Fahrten sehr vereinfacht. Durch die Wahl der drei Modi (Sport, Eco und Comfort) kann sich der Fahrer die Gangabstufungen selbst vorwählen. Wer ein schnelles Schalten bevorzugt, geht gleich in den Sportmodus. Die Comfort-Variante erinnert nicht selten an die CVT-Getriebe mit ihren hohen Drehzahlen, bevor der nächsthöhere Gang greift. Hier ist Fußspitzengefühl unerlässlich.
Das Interieur wird von einer Plastiklandschaft bestimmt, die von komfortabel angeordnetem Bildschirm und der darum platzierten Bedienungselementen dominiert ist. Durch diese Anordnung ist jeder Befehl an die Assistenzsysteme und Grundfunktionen ein Kinderspiel. Hier haben die Designer eine ebenso gute Arbeit geleistet, wie die Kollegen, die für das Kleid aus Metall zuständig waren.

Eine herausragende Note verdient auch das Gepäckabteil, das in einer bequemen Höhe ohne Kante beladen werden kann. Auch die Ablageflächen in Fahrerreichweite sind schnell erreicht und nehmen genügend Utensilien auf, die mit auf die Fahrt sollen. Wie bei anderen Fahrzeugen mit ähnlicher Vorrichtung auch, ist die Handyablage mit Ladefunktion eher nur eine Ablage. Es erfordert schon eine gefühlte Fahrt um den Erdball, um das Kommunikationsinstrument Nummer eins mit Strom zu füllen. Dafür wird besser der USB-Anschluss genutzt.

Eine vorzügliche Einrichtung ist der Tote-Winkel-Assistent mit hörbarem Warnsystem, das auch einspringt, wenn Querverkehr beim Ausparken Schwierigkeiten nach sich ziehen könnte. Alles in Allem hat Hyundai mit dem Kona ein weiteres Modell auf die Piste gestellt, das den Weg an die Spitze forciert. Während der Einstieg in den Kona mit 120 PS ab 17.500 Euro möglich ist, kostet das besser ausgestattete Style-Modell mit 177 PS und DCT-Getriebe 26.400 Euro.

Kurt Sohnemann

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