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Dem Staunen eine Chance geben

13. Mai 2018

Die vier Jahre als Botschaftsmitarbeiter in Indien haben tief greifende Spuren hinterlassen

Zwölf Jahre seines Berufslebens hat er in anderen Ländern verbracht – in den USA, in Norwegen, in Rumänien und über vier Jahre als Botschaftsmitarbeiter in Indien. „Das waren fordernde und interessante Jahre, aber kein Land hat in meinem Leben und dem meiner begleitenden Frau so tief greifende Spuren hinterlassen, wie die Jahre in Indien unter Indern“, so Uwe Panten.

Schon die mehr als 15 Monate dauernde Vorbereitungszeit auf den Indienaufenthalt hatte es in sich: Allein neun Monate Sprachausbildung Hindi am Bundessprachenamt in Hürth und täglicher mehrstündiger Unterricht durch zwei Lehrkräfte für ihn selbst und für seine Frau als einzige Schüler in der Klasse waren eine besondere Herausforderung. Danach folgte ein mehrmonatiger Lehrgang zur Vorbereitung auf die Verwendung in der deutschen Botschaft und auch eine mehrwöchige Auffrischung der Englischkenntnisse.

Die Haussuche in Neu Delhi (in nur einer Woche), das Verpacken des gesamten Hausrats in vier großen Seecontainern und die Abreise nach Indien gingen Schlag auf Schlag und am Ende hatte alles geklappt. In Delhi angekommen, stand zunächst die Teilnahme an einem hochkarätigen Jahreslehrgang, zusammen mit 60 indischen und 20 ausländischen Teilnehmern und Vortragenden aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Wissenschaft, auf dem Programm. Dazu kam die Mitarbeit in zahlreichen Seminaren zu inner-indischen Spezial- und asienweiten Konfliktthemen.

Viele der auf diesem Lehrgang geknüpften Kontakte bestehen auch heute noch. Es folgten drei Jahre angefüllt mit Reisen bis in die entlegensten Winkel von Indien, Kontakte mit allen Ebenen der indischen Gesellschaft, unzählige Einzelgespräche, Vorträge, Besprechungen, Verhandlungen, Absprachen und grandiose gesellschaftliche Veranstaltungen. „Näher kann man der Realität Indiens als Ausländer nicht kommen“, resümiert Uwe Panten.

Seine Erlebnisse und Erfahrungen aus den ereignisreichen Jahren, die auch durch nicht wenige Besucher und Freunde aus Neddenaverbergen geteilt wurden, hat Uwe Panten in seinem jetzt erschienenen Buch zusammengetragen. Er belässt es jedoch nicht bei einer Beschreibung und Bewertung der Verhältnisse, sondern er entwickelt daraus auch Verhaltensregeln für den Neuankömmling in Indien, die nicht nur für Touristen, sondern ebenfalls für Geschäftsleute und sogar Investoren höchst hilfreich sein können.
„Aber selbst für all diejenigen“, so Panten, „die noch nie in Indien waren und auch niemals dorthin möchten, kann dieses Buch eine Bereicherung und eine Hilfe sein: Realistisch zu erfahren, wie anders die Welt auf der anderen Seite unseres Globus ist und unter welch einschneidend anderen Bedingungen dort das Leben von Millionen von Menschen abläuft. Dies kann das oft auf Anspruchsdenken ausgerichtete Leben eines ,Westlers‘ ordentlich erschüttern und möglicherweise zu einer Neuorientierung führen.“
Wer als Leser die Eindrücke nicht gleich bewertend zur Kenntnis nehme, sondern dem Staunen eine Chance gebe, dem werde am Ende ein Gefühl der Dankbarkeit geschenkt: Das Glück gehabt zu haben, in der westlichen Welt geboren worden zu sein, sagt Uwe Panten.
Das Buch ist im Buchhandel unter der ISBN 9783746031989 zu bekommen.

(hr/rie)

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